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Tauglichkeitsentscheid: Militärdiensttauglich oder nicht?

Ein Begriff, der im Zusammenhang mit der Karriere bei der Schweizer Armee immer wieder fällt, ist der Tauglichkeitsentscheid. In der Tat hat diese Entscheidung einen großen Einfluss darauf, in welche Richtung sich deine Karriere in der kommenden Zeit entwickeln wird. Bist du militärdienstuntauglich, kannst du zum Beispiel nicht bei der Schweizer Armee durchstarten – hast dafür aber andere Optionen zur Hand. Wir zeigen dir im Folgenden alles, was du über den Tauglichkeitsentscheid wissen musst und welche Faktoren bei der Bewertung eine Rolle spielen.

 

Tauglichkeitsentscheid: Viele Faktoren sorgen für die Bewertung

Damit die Schweizer Armee einen Tauglichkeitsentscheid fällen kann, müssen die verschiedenen Rekruten natürlich erst einmal ihre Leistung unter Beweis stellen. Hierfür führt die Schweizer Armee das Rekrutierungsverfahren durch, welches aus mehreren Aufgaben und Prüfungen besteht. Jeder Bewerber muss sich also nach dem Einreichen seiner Bewerbung darauf einstellen, dass er in einem Auswahlverfahren erst einmal gründlich unter die Lupe genommen wird. Sämtliche Leistungen aus diesem Auswahlverfahren werden dann im Sinne der Tauglichkeitsentscheidung bewertet, ehe du als Rekrut über dein Abschneiden aufgeklärt wirst. Welche Aufgaben bzw. Prüfungen genau auf dich warten, werden wir im weiteren Verlauf noch detailliert unter die Lupe nehmen. Jetzt wollen wir uns aber erst einmal ansehen, die der Tauglichkeitsentscheid ausfallen kann.

Achtung: Du solltest dich darauf einstellen, dass du für das Auswahlverfahren der Schweizer Armee viel üben musst. Um dir die Vorbereitung zu vereinfachen, kannst und solltest du daher unseren Online-Kurs als Unterstützung nutzen.

 

Schweizer Armee Tauglichkeitsentscheid: So kann er ausfallen

Der Tauglichkeitsentscheid wird von der Untersuchungskommission gefällt. Hier fließen deine sportlichen Leistungen, geistigen Leistungen und deine körperliche Gesundheit mit in die Bewertung ein. Hast du also im Auswahlverfahren schwache Leistungen gezeigt oder kannst aufgrund körperlicher Probleme kein Soldat werden, wird dir dies an dieser Stelle mitgeteilt. Grundsätzlich kann der Tauglichkeitsentscheid wie folgt lauten:

  • Militärdiensttauglich
  • Militärdienstuntauglich, aber schutzdiensttauglich
  • Militärdienstuntauglich und schutzdienstuntauglich

Sollte dich die Kommission für militärdiensttauglich empfinden, kannst du dir die Hände reiben, denn du kannst nun deine gewünschte Funktion innerhalb der Schweizer Armee einnehmen. Solltest du hingegen zum Beispiel aus medizinischen Gründen für militärdienstuntauglich, aber schutzdiensttauglich erklärt werden, kannst du keine Funktion bei der Armee einnehmen. Allerdings hast du in diesem Fall noch die Chance, eine Funktion im Zivilschutz auszuüben. Durchaus gut zu wissen: In diesem Fall musst du nur eine kleine Wehrpflichtersatzabgabe zahlen. Die dritte Möglichkeit ist, dass dich die Kommission für militärdienstuntauglich und schutzdienstuntauglich empfindet. In diesem Fall kannst du weder zur Armee noch zum Schutzdienst und musst die volle Wehrpflichtersatzgabe zahlen.

Gut zu wissen: Du kannst gegen den Entscheid der Auswahlkommission einen Einspruch einlegen. In diesem Fall musst du innerhalb von 30 Tagen ein sogenanntes Beschwerdegesuch an den militärärztlichen Dienst richten.

 

Welche Leistungen werden gewertet?

Entscheidend für den Tauglichkeitsentscheid Schweizer Armee sind deine Leistungen während des Rekrutierungsverfahrens. Dieses zieht sich über zwei bis drei Tage, wobei du an verschiedenen Leistungen und Prüfungen teilnehmen musst. Hier siehst du, welche Prüfungen im Zuge des Tauglichkeitsentscheides gewertet werden:

  • Medizinische Untersuchung
  • Fitnesstest der Armee (FTA)
  • Psychologische Abklärung
  • Personensicherheitsprüfung

Die medizinische Untersuchung Schweizer Armee wird durchgeführt, um herauszufinden, ob du gesundheitlich für den Dienst beim Militär geeignet bist. Du wirst von einem Arzt zum Beispiel hinsichtlich deiner Herzfunktionen kontrolliert, gleichzeitig werden dein Gewicht und deine Körpergröße gemessen. Anschließend nimmst du dann am Fitnesstest der Armee teil, in welchem deine sportlichen Leistungen geprüft werden. Die psychologische Abklärung besteht ebenfalls noch einmal aus unterschiedlichen Prüfungen. Hier musst du unter anderem dein Zahlen- und Textverständnis unter Beweis stellen, gleichzeitig aber auch deine persönliche Einstellung zu gewissen Themen offenbaren. Im Anschluss an diesen Test wird dann noch die Personensicherheitsprüfung durchgeführt. Hier checkt die Armee deinen Hintergrund etwas genauer und findet so heraus, ob du zum Tragen einer Waffe berechtigt bist und ob man dir den Umgang mit militärischen Aufgaben zutrauen kann.

 

Fazit: Tauglichkeitsentscheid ist wichtig für deine Zukunft

Der Tauglichkeitsentscheid der Schweizer Armee ist für deine Karriere beim Militär enorm wichtig. Solltest du für diensttauglich empfunden werden, hast du alles richtig gemacht und kannst dich auf eine spannende Zeit innerhalb der Armee freuen. Wirst du wiederum für untauglich erklärt, kannst du möglicherweise noch immer ein Teil des Schutzdienstes werden. In jedem Fall solltest du dich intensiv auf die Rekrutierung vorbereiten und die einzelnen Tests im Vorfeld mehrfach durchgehen. Denke daran: Ist der Entscheid erst einmal gefällt worden, kannst du nichts mehr ausrichten.


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Bildquellen

  • Tauglichkeitsentscheid: Pixabay